28.08.2005
amateure
| Fred hat sich auf ein paar Stunden in Pat O'Brien's Bar
eingerichtet. "Wir können hier nicht raus, also dürfen wir auch ruhig etwas
Spaß dabei haben." Der Tourist aus San Francisco hat zwar versucht, nach der
Hurrikan-Warnung vorzeitig abzureisen. Aber da waren alle Flüge schon
ausgebucht, und ein Mietauto war auch nicht mehr zu bekommen. Bürgermeister Ray Nagin weiß, dass viele seinem Aufruf nicht folgen können, New Orleans zu verlassen. "Das einzige, was ich ihnen sagen kann, ist, dass sie hoffentlich in einem Hotel mit mindestens drei Stockwerken untergebracht sind." Wenn der Sturm die See im Golf von Mexiko mit mehr als 200 Kilometern in der Stunde über die Kaimauern treibt, steht das Wasser in den niedrig gelegenen Teilen von New Orleans mit einem Schlag gleich sechs Meter hoch. www.patobriens.com Geschichte: Der "Hurricane"-Cocktail ...wurde tatsächlich in Pat'O'Briens Bar in New Orleans erfunden: Die Mixtur ging erstmals im Zweiten Weltkrieg über den Tresen der bereits 1933 gegründeten Kneipe, die bis heute zu New Orleans' bekanntesten gehört. Benannt wurde sie nicht nach einem bestimmten Sturmereignis oder wegen ihrer stürmischen Wirkung, sondern nach der Form der Gläser, in der sie serviert wurde und wird: Die erinnerte den Barbesitzer an eine "Hurricane lamp" genannte Sturmlampe. Aber im Vergnügungsviertel von New Orleans sind genauso viele Kneipengänger, Straßenmusiker, Tarot-Karten-Leser und Wahrsager unterwegs wie an jedem Wochenende. "Ich werde hier bleiben, ich geh nicht weg", sagt der Posaunist Eddie "Doc" Lewis. "Ich habe Taifune, Monsune, Tornados, Hurrikans und jede andere Art von Sturm mitgemacht. Ich habe keine Angst." Ein Stück die Straße runter wartet die Kartenleserin Jackie Wilson auf Kunden. Auch sie harrt aus. Das Haus, in dem sie lebe, stehe schon seit 100 Jahren. Doch dann fügt sie mit einem besorgten Blick auf die Karten hinzu: "Aber ich sage dir, dieser Sturm kommt direkt auf uns zu. Bereite Dich darauf |
